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Tatiana MINTS

Meine Arbeit entsteht aus der Überzeugung, dass die Welt der Dinge weiterhin Bedeutung trägt – das Licht, das auf der Leinwand Gestalt annimmt, die Stille, die ein Raum erzeugt, das Gefühl, das die Natur auslöst, und die Dichte der Farbe.

Ich arbeite mit Ölfarbe. Mich faszinieren ihre Konsistenz, die Möglichkeiten ihrer Farbigkeit und ja, sogar ihr Geruch. Die Farbe ist die Substanz, mit der ich meine Welt erschaffe.

Seit 1991 lebe ich in Frankfurt, geprägt von meiner Jugend in Moskau. Die geistige Welt der russischen Klassik des 19. Jahrhunderts verstehe ich als Grundlage meiner Kunst. Sie lässt mich mit ernsthafter Aufmerksamkeit auf die Wirklichkeit blicken.

Das Leben zwischen verschiedenen Kulturen hat mich zu einer konzentrierten Auseinandersetzung mit Raum, Natur und Wahrnehmung geführt. Ich suche die Wahrheit, die in den Dingen liegt: im Licht einer Straße, in einem Baum, in einem leeren Raum.

Ich male Städte und Landschaften. Die Stadt ist Bewegung, Geschwindigkeit und Unruhe. Die Landschaft ist Stille, Zeit und Atem. Mich interessiert die Spannung zwischen beiden. Ich möchte, dass ein Bild den Blick anhält, dass der Mensch wieder sieht, was vor ihm ist.

Ich suche keine Effekte. Ich möchte, dass ein Bild den Blick anhält, dass der Mensch wieder sieht, was vor ihm ist.

Für mich ist Malerei eine Suche nach Sinn – in einer Welt, die immer lauter und schneller wird.